Die Olivenernte auf Mallorca ist noch immer echte Handarbeit – besonders in der Serra de Tramuntana, wo sich die Olivenhaine auf schmalen Terrassen entlang der Berghänge ziehen. Große Maschinen haben hier keinen Platz. Stattdessen kommen Netze, Kämme und viel menschliches Miteinander zum Einsatz.
Die Zweige werden mit elektrischen Kämmen sanft „frisiert“, oder Bambusstangen gerüttelt so fallen die Oliven auf Netze oder werden vom Boden aufgelesen. Manchmal hilft ein gezieltes Schütteln des Stamms, oft reicht schon der Wind. Wichtig ist, dass die Oliven unbeschädigt bleiben – denn nur dann liefern sie ein hochwertiges, einwandfreies Olivenöl. Innerhalb weniger Stunden gelangen die geernteten Früchte in die Ölmühle – frisch, kühl und unversehrt.
Auf flacherem Gelände im Landesinneren kommen inzwischen auch Erntemaschinen zum Einsatz – effizient, aber ebenfalls schonend.
In den Ortschaften der Berggegend existiert noch das Gemeinschaftsgefühl. In vielen kleinen Dörfern helfen Familien, Freunde und Nachbarn bei der Ernte. Wer keinen eigenen Olivar hat, hilft jemandem mit – und bekommt als Dank ein paar Liter Öl. So funktioniert bäuerliche Solidarität seit Generationen: Jeder kennt jemanden, der Öl hat – und gibt.
Ein echtes, menschlich verwurzeltes Produkt – und genau das macht das mallorquinische Olivenöl so besonders.
Von der Olive zum Öl – die Herstellung in der Ölmühle
Kaum geerntet, schon verarbeitet: Die frischen Oliven gelangen innerhalb weniger Stunden in die Ölmühle – denn Frische ist entscheidend für die Qualität eines nativ extra kaltgepressten Olivenöls. Und genau das ist unser Anspruch.
In der traditionellen mallorquinischen Methode werden die Oliven zuerst sorgfältig gewaschen, um Staub und Erde zu entfernen. Danach werden sie – samt Kern – zermahlen. Früher geschah das mit einer großen Steinmühle, heute übernehmen das moderne Edelstahlpressen, die aber noch immer nach dem alten Prinzip arbeiten.
Es entsteht eine dichte, grünlich-braune Olivenmasse: der sogenannte Olivenbrei. Dieser wird sanft gerührt (malaxiert), um das Öl zu lösen – bei möglichst niedriger Temperatur, damit Vitamine und Antioxidantien erhalten bleiben.
Nun kommt die Magie der Natur: Öl ist leichter als Wasser. Sobald die Masse in einer Zentrifuge geschleudert wird, trennt sich das goldgrüne Olivenöl ganz natürlich vom Fruchtwasser und dem Fruchtfleisch. Es steigt an die Oberfläche – ein Prozess, der fasziniert und seit Jahrhunderten unverändert funktioniert.
Das frisch gewonnene Öl wird anschließend gefiltert oder naturbelassen abgefüllt – je nach Stil der Ölmühle. In beiden Fällen entsteht ein Produkt von hoher Reinheit, intensiver Farbe und komplexem Geschmack. Das ungefilterte Olivenöl, meistens ab Januar als Oli Novell verfügbar, hat einen intensiven, außergewöhnlichen Geschmack, weil noch viele Schwebstoffe in der Flüssigkeit enthalten sind.
Der Artikel wurde Ihrem Warenkorb hinzugefügt. Jetzt direkt
zur Kasse gehen.
Der Artikel wurde Ihrem Warenkorb hinzugefügt. Jetzt direkt
zur Kasse gehen.